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Ein guter Champagner zu Sylvester!

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Ein guter Champagner zu Sylvester!

Es heißt, der Champagner sei der König unter den Getränken. Was macht den Schampus so einzigartig? Natürlich sein runder und vielschichtiger Geschmack. Während so mancher Sekt den Gaumen zusammenziehen lässt wie einen Gummiball, dem die Luft entlassen wird, entfaltet sich ein Champagner finessenreich und sanft auf der Zunge.
Schon ein Blick in den Champagner-Kelch zeigt den ersten Unterschied: Ein guter Schaumwein präsentiert sich klar und leuchtend. Er wirft viele kleine, zarte Bläschen, keine groben Kohlensäureperlen wie so mancher Discounter-Sekt. Eine Geruchsprobe offeriert den zweiten: In der Nase entfalten sich lebendige Aromen von Zitrusfrüchten, Aprikosen oder Äpfeln. Gar Röstaromen, Honig oder auch dunkle Beeren lassen sich erahnen.
Entscheidend ist und bleibt der Geschmack: Cremig und unaufdringlich soll er sein, Tiefe und Länge muss er haben. Mancher Schaumwein weist zudem eine straffe Mineralität auf, die elegant zwischen Säure und Süße balanciert. Kurzum: Der erste Schluck soll Lust auf ein nächstes Glas machen.

Region und Mischung machen den Unterschied

Ein Champagner kommt immer aus der Champagne, einer Provinz im nordöstlichen Frankreich. Hier werden schon seit der Römerzeit Weine angebaut. Die besten Anbaugebiete liegen meines Erachtens um die Stadt Reims und dem Vallée de la Marne, wo beispielsweise einer meiner Lieblinge herkommt, der Laurent-Perrier. Seit etwa dem 17. Jahrhundert wird hier Champagner gekeltert. Das Besondere bei der Champagner-Herstellung ist seine Gärung; er wird zweimal gegärt. Dabei sind die einzig wahren Champagner flaschenvergorene Weine.
Nach einer ersten Gärung im Stahltank oder Holzfass wird der Wein in seine Flasche abgefüllt und Hefe zugesetzt. Hier findet die mehrmonatige Reifung statt – und nicht im Tank wie bei Sekt oder Prosecco. Eine 15-monatige Reife ist vorgeschrieben; es gibt aber auch edle Tropfen, die mehrere Jahre reifen. Dank der Flaschengärung bilden sich die feinen Bläschen; einfachen Schäumern wird die Kohlensäure gerne künstlich zugesetzt. Während des Gärprozesses wird Hefe abgebaut, die dabei Aromen von Brot oder Biskuit in den Champagner absetzt.

Wein des Teufels

In den Anfangstagen der Champagnerherstellung, um 1670, waren die Winzer aufgrund der Flaschengärung nicht allzu sehr von diesem „neuen“ Wein begeistert, denn immer wieder sprangen die Korken heraus oder platzten die Flaschen. „Wein des Teufels“ wurde er deswegen damals genannt. Doch der neue Wundertrank verbreitete sich schnell am französischen Hof und auch in Großbritannien, sodass sich das Herstellungsverfahren durchsetzte.

Weiße und rote Trauben

Für den Geschmack maßgeblich sind selbstredend die Trauben. Ein Champagner besteht immer aus mehreren Rebsorten. Das Erstaunliche dabei: Darunter befinden sich auch rote Traubenarten wie der Pinot Meunier, hier besser als Schwarzriesling bekannt, und der Pinot Noir, der Spätburgunder. Dazu gesellt sich in der Regel ein Chardonnay. Es sind noch weitere Trauben zugelassen, diese spielen aber nur eine untergeordnete Rolle. Alle Trauben werden dabei per Hand gelesen, dies ist vorgeschrieben. Es gibt noch weitere Vorschriften: So darf nur eine bestimmte Menge Trauben pro Hektar angebaut und nur eine definierte Literzahl aus den Trauben gepresst werden. Der Ertrag ist somit begrenzt. So erklären sich die oft dreistelligen Summen für eine Flasche dieses edlen Gebildes: Körpereinsatz im Weinberg, Handarbeit bei der Verarbeitung, sorgfältiger Ausbau in der Flasche und jahrelange Lagerung des Weines auf der Hefe haben nun mal ihren Preis. Doch auch hier gilt der Satz: Das Leben ist zu kurz, um schlechten (Schaum)-Wein zu trinken. Ein alkoholhaltiges Sprudelwasser aus dem Discounter kann halt nicht mit einem Moët & Chandon Brut Impérial oder einem Brut Taittinger konkurrieren. Es wäre, als ob Sie einen zweikarätigen Diamanten mit billigem Strassschmuck vergleichen.

In der Tulpe schmeckt er am besten

Wie serviert man am besten einen Champagner? Unter guten Freunden natürlich. Tulpenförmige Gläser sind dabei besser als Flöten. In der Not funktioniert aber auch ein Rotweinglas. Das Glas sollte gut poliert sein, denn Spülmittelreste töten alle Bläschen, zudem fördern die Mikrofasern die Bläschenbildung. Eis geben nur Barbaren in ein Champagnerglas. Beim Öffnen sollten Sie die Flasche leicht schräg halten und den Korken sanft herausdrehen; wir sind schließlich nicht auf einer billigen Verkaufsveranstaltung. Dann steht dem prickelnden Genuss nichts mehr im Wege.

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr – lassen Sie es krachen!

 

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Anna Schraber

Hallo liebe Leute, mein Name ist Anna und ich bin Teil der CasinoClub Redaktion. Ich schreibe leidentschaftlich gerne über Neuigkeiten rund um den CasinoClub (ohne Frage mein Lieblings-Casino)! Unser Magazin erscheint sechsmal im Jahr und kann hier online oder als gedrucktes Magazin gelesen werden. Viel Spass beim Lesen!

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