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Was macht den Systemspieler aus?

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Was macht den Systemspieler aus?

Denn für einen Systemspieler sind die entscheidenden Voraussetzungen, die einen wirklich sicheren Gewinn versprechen: Geduld, Ausdauer, Beharrlichkeit und Konsequenz. Wer nicht imstande ist, nach diesen, durch reiche Erfahrung immer wieder bestätigten Regeln zu spielen, kann ein noch so gut durchdachtes und erprobtes System anwenden, stets wird er ein vom Pech verfolgter Hasardeur an der Roulette bleiben. Nervosität und „Gewinnen-müssen“ sind die stärksten Feinde des Systemspielers, ja des Spielers überhaupt. Er muss sich exakt an die Vorschriften seines Systems halten und „herzlos“ spielen wie ein Elektronengehirn. Der Systemspieler muss warten können und sofort abbrechen, wenn er spürt, dass Absicht und Erfolg nicht übereinstimmen. Ja, er muss geradezu stur sein, um Erfolg zu haben. Jedes System ist an sich gut. Doch der Aberglaube springt über Vorschriften. Die Klippe ist das „Sich-zufrieden-geben“. Wenn ich aber mit jemandem hunderttausend Euro wette, dass er mit einem Spielkapital von tausend Euro drei Monate lang zwanzig Euro täglich mühelos gewinnen kann, dann wird der Betreffende vernünftigerweise nur so lange spielen, bis sein bescheidenes Sümmchen zusammen ist. Er hat es gar nicht nötig, weiterzuspielen oder gar höher zu setzen, denn dadurch könnte er ja seine zwanzig Euro wieder verspielen und somit die hohe Prämie der abgeschlossenen Wette verlieren. Warum also mehr riskieren, wenn durch Ungeduld und Inkonsequenz der Gewinn fraglich wird? Wo ein Einsatz unberührt von inneren Einflüssen geschieht, dort wird auch am sichersten der Gewinn zu finden sein. Nur der unbeeinflusste Spieler, der seine Einsätze ohne innere Hemmungen macht, hat große Gewinnchancen.

Als 1937 ein Sohn des Präsidenten Roosevelt heiratete, besuchte die Hochzeitsgesellschaft ein Casino. Unbeschwerte, sorglose Jugend. Darunter auch ein sehr heiteres Millionärssöhnchen, für das Geld keine Rolle spielte. Dieser junge Amerikaner machte nun immer dasselbe: Er griff in die Hosentasche, warf zum Schrecken der Croupiers zusammengeknüllte Geldscheine verschiedener Währungen wahllos auf einfache Chancen. Die Angestellten der Spielbank hatten viel Arbeit mit ihm – allein schon das Umrechnen beim Wechseln des Geldes – fast immer hatte er gewonnen. Nicht viel weniger Arbeit bereitete jener kleine, ältere Herr, der sich an der Kasse stets einen Sack Zweier-Jetons aushändigen ließ. Immerhin 400 Stück. Dann trippelte er von Tisch zu Tisch und schüttete seine Jetons jeweils auf drei Chancen. Wie im Vorbeigehen gewann auch er fast immer.

Die meisten Systeme sind wirklich gut, sie erfordern wenig Kapital, aber der Spieler muss sich natürlich auch mit einem bescheidenen Gewinn zufrieden geben. Vor dem ersten Weltkrieg kamen weit mehr Systemspieler in die Casinos als heute. Nur selten sieht man sie noch, meist ältere Herren; ernsthafte Systemspielerinnen waren schon immer eine große Seltenheit. Rechenschieber, Miniatur-Roulette, viele Tabellen und sonstige Hilfsmittel gehören zu ihren „Glücks-Utensilien“. Und dann wird gerechnet, gerechnet, gesetzt, wieder gerechnet, wieder gesetzt … und schließlich wird der Saal befriedigt mit Gewinn verlassen. Bei komplizierten Systemen vermag der Spieler gar nicht alle erforderlichen Manipulationen allein zu machen. Das Schwierigste dabei sind unzweifelhaft die Ausrechnungen, die in verhältnismäßig kurzer Zeit beendet sein müssen. Im Gefolge eines großen Systemspielers sieht man darum meist emsig notierende und rechnende Gehilfinnen und Sekretärinnen. Heute, im Computerzeitalter und der Online-Casinos, bestehen natürlich ganz andere Möglichkeiten, systematisch vorzugehen. Aber, nicht immer muss mit einem solchen Aufwand gespielt werden. Viel einfachere Systeme tun es auch. Wie beispielsweise früher, als noch betagtere Herren täglich rund dreißig Mark gewannen. Hatten sie ihren relativ kleinen Gewinn erreicht, gingen sie, fröhlich vor sich hin schmunzelnd, wieder nach Hause. Warum auch nicht? Es ist schade, dass die Systemspieler in „klassischen Casinos“ immer seltener werden. Sie machten Atmosphäre. Um sie herum gruppierten sich viele Neugierige, wohl auch manche Spötter. Eine angenehme Spannung ging von ihnen aus. Vielleicht kommen sie wieder, denn gute Systeme gibt es ja genug.

 

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Anna Schraber

Hallo liebe Leute, mein Name ist Anna und ich bin Teil der CasinoClub Redaktion. Ich schreibe leidentschaftlich gerne über Neuigkeiten rund um den CasinoClub (ohne Frage mein Lieblings-Casino)! Unser Magazin erscheint sechsmal im Jahr und kann hier online oder als gedrucktes Magazin gelesen werden. Viel Spass beim Lesen!

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