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Verlust- oder Gewinnprogression?

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Verlust- oder Gewinnprogression?

Unlimitierte Progressionen im Verlust können auf Dauer keinen Erfolg ohne einen Marsch bringen, der zumindest eine kleine Überlegenheit über Zero aufweist – das ist die Erfahrung zahlreicher Roulettespieler, die versucht haben, nur mit einer reinen Progression das Roulette zu bezwingen. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um steile Progressionen wie die Martingale handelt (nach jedem Verlust wird der Einsatz verdoppelt) oder um „sanfte“ Steigerungsarten wie die d’Alembert-Progression, deren Prinzip darin besteht, nach jedem Verlust den Einsatz um 1 Stück zu erhöhen und nach jedem Gewinn den Einsatz um 1 Stück zu reduzieren. Wie sieht es aber nun aus, wenn man eine Verlustprogression nicht bis zum Totalverlust des Kapitals durchzieht, sondern sie auf eine bestimmte Höhe in der Hoffnung beschränkt, dass die Gewinne viele kleine Totalverluste übersteigen? Auch hier wird auf Dauer kein Erfolg möglich sein, wenn nicht ein Marsch mit positiver Erwartung vorliegt. Wenn jedoch ein Roulettist über eine Strategie verfügt, die zwar keine Überlegenheit über Zero aufweist, aufgrund ihrer Satztechnik aber geringere, von der allgemeinen Norm abweichende, Schwankungen zeigt, kann es durchaus sinnvoll sein, mit einer Verlustprogression zu operieren, die nach einem bestimmten Minusstand abgebrochen wird. Das Wesen einer Verlustprogression besteht in der Regel darin, dass man mit einem hohen Satz bzw. einigen hohen Sätzen alle vorherigen Verluste kompensiert, was selbstverständlich sehr kapitalintensiv sein kann, wenn die erhofften Gewinnsätze auf sich warten lassen – ganz zu schweigen von der Zero, die sowohl kleine als auch hohe Sätze trifft. Dass Verlustprogressionen so beliebt sind, liegt zum einen sicherlich daran, dass man mit einem hohen Satz (wenigen hohen Sätzen) eine ganze Reihe von Verlustsätzen tilgt und dass man tagelang gewinnen kann und sich in der trügerischen Hoffnung wiegt, „alles im Griff zu haben“. Aber der Platzer, der das ganze Spielkapital und dazu meistens auch noch die bisher erzielten Gewinne auffrisst, kommt bestimmt. Der Spieler wird in diesen Fällen stets mehr verlieren als gewinnen. Genau umgekehrt ist es bei den Gewinnprogressionen, die nur für den Einsatz bei den Einfachen Chancen oder den Drittelchancen (Dutzende/Kolonnen) empfehlenswert sind. Bei den höheren Chancen ist die Streuung der Treffer einfach zu groß.
Bei einer Gewinnprogression setzt man nur dann höher, wenn man gewonnen hat – die hohen Sätze werden also zum größten Teil mit dem Geld der Bank getätigt, was die Attraktivität von Gewinnprogressionen ausmacht. Allerdings tritt dann das umgekehrte Problem wie bei den Verlustprogressionen auf.
Es gehen viele kleine Einsätze verloren, bis ein hoher Gewinn durch eine Gewinnserie entstanden ist. Dazu kommt, dass man – wie beispielsweise beim Paroli – sich kein Zwischenminus leisten kann (es gibt einige Ausnahmen, auf die wir noch zu sprechen kommen). Trotzdem haben Gewinnprogressionen drei gravierende Vorteile gegenüber den Verlustprogressionen:

• Sie erfordern weniger Kapital.
• Man spielt zu einem hohen Prozentsatz mit dem Geld der Bank bei den hohen Einsätzen.
• Man erhöht die Einsätze nur, wenn es „läuft“ und nicht, wenn es nicht „läuft“.

Die einfachste Variante einer Gewinnprogression besteht darin, nach einem Gewinn Einsatz und Gewinn ein Mal oder mehrere Male erneut zu riskieren. D.h. wenn man 1 Stück setzt und dann vier Plussätze in Folge im Paroliverfahren realisiert, hat man 15 Stücke gewonnen. Wenn man auf fünf Plussätze in Folge geht, beträgt der Gewinn 31 Stücke, bei sechs Plussätzen in Folge 63 usw…
Nachteil: Wenn ein Minus zwischenzeitlich kommt, sind sowohl Einsatz als auch der bis dahin erzielte Gewinn verloren. Wenn man z.B. auf drei Plussätze spielt, gibt es die folgende Verteilung: Verlust Verlust Verlust, Verlust Gewinn Gewinn, Gewinn Gewinn Verlust, Verlust Gewinn Gewinn, Verlust Verlust Gewinn, Gewinn Verlust Gewinn, Verlust Gewinn Verlust, Gewinn Verlust Gewinn
Wie man sieht, erzielt man nur einmal bei acht Versuchen im Durchschnitt drei Plussätze in Folge. D.h., sieben Fehlversuchen, die jeweils ein Stück kosten, stehen 7 Plus gegenüber, das Ergebnis ist also 0 (ohne Berücksichtigung der Zero). Jede Gewinnprogression geht auf Null auf – vielen kleinen Verlusten steht ein hoher Gewinn in gleicher Höhe gegenüber – wenn es nicht gelingt, Plusballungen in der einen oder anderen Form mitzunehmen.
Aber es gibt natürlich Möglichkeiten, eine Gewinnprogression so zu strukturieren, dass auch ein zwischenzeitliches Minus überwunden werden kann. Das praktizierte beispielsweise der berühmte Spanier Garcia mit seiner Satztechnik Tiers et Tout (ein Drittel und das Ganze). Er teilte sein Kapital in zwei Teile, in ein Drittel und zwei Drittel.
Er setzte zuerst 3 Stücke, bei Verlust dann 6 Stücke. Immer, wenn der erste oder zweite Satz gewann, schlug er den Gewinn dem Kapital zu und erhöhte so sukzessive seine Einsätze, so lange er nicht zwei Minus hintereinander antraf. Das sah dann z.B. so aus:

1. Gewinn 3 Stücke – Gesamtkapital 12 Stücke, nächste Sätze 4 bzw. 8 Stücke.
2. Gewinn 4 Stücke – Gesamtkapital 16 Stücke, nächste Sätze 5 bzw. 10 Stücke (1 Stück Rest).
3. Gewinn 5 Stücke – Gesamtkapital 21 Stücke, nächste Sätze 7 bzw. 14 Stücke.
4. Gewinn 7 Stücke – Gesamtkapital 28 Stücke, nächste Sätze 9 bzw. 18 Stücke (1 Stück Rest)
5. Gewinn 9 Stücke – Gesamtkapital 37 Stücke, nächste Sätze 12 bzw. 24 Stücke (1 Stück Rest).

Nach fünf Gewinnen – egal, ob in Folge oder jeweils höchstens von einem Minus unterbrochen – hatte Garcia 31 Stücke gewonnen. Aber, wie gesagt, bei zwei Minus in Folge waren Startkapital und zwischenzeitliche Gewinne verloren. Der ehemalige Herausgeber der Roulettezeitschrift „Rollende Kugel“, Max Paufler, hatte Garcias Taktik noch erweitert, indem er eine Variante erfand, die zwei Minus in Folge überwand. Der Nachteil war jedoch, dass die Sätze entsprechend langsamer anstiegen – unserer Meinung nach ist das Original effektiver.
Nun besteht natürlich auch die Möglichkeit, beim Parolispielen so zu agieren, dass auch ein Minus überwunden werden kann. Nach dem Gewinn des ersten Paroli verfügt man ja über das 1 Stück, das man gesetzt hat und 3 Gewinnstücke, also insgesamt stehen nun vier Stücke zur Verfügung. Diese teilt man nun in zweimal 2 Stücke auf und versucht, erneut ein Paroli. Gelingt es beim ersten Mal, so hat man 6 Stücke Gewinn aus dem Paroli und noch 2 Stücke aus der Teilung, macht insgesamt 9 Stücke Gewinn.
Sollte der erste Paroli-Versuch scheitern, wird mit den zweiten 2 Stücken ein weiterer Versuch unternommen, ein Paroli zu gewinnen. Gelingt dieser Versuch, so hat man 5 Stücke Gewinn, misslingt auch er, steht ein Minus von 1 Stück zu Buche usw. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Es sei noch einmal gesagt, eine Gewinnprogession an sich hat keine Überlegenheit. Erst die Verknüpfung mit einem geeigneten Marsch oder mit einer effizienten Ausnutzung von Plustendenzen führt zum Erfolg.
 

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Christian Schneider

Mein Name ist Christian Schneider. Beim CasinoClub bin ich seit 2015 und kümmere mich hier vor allem um die Strategien, insbesondere für Roulette. Nach ein paar Semestern Mathematik habe ich mein Studium zwar in Philosophie und Germanistik beendet, das Interesse an Logik, Zufall und Kausalität ist allerdings geblieben. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.

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